Wilde Uckermark

Wildes Deutschland - NDR/Studio Hamburg DocLights, ARTE, rbb - Erstausstrahlung 2012 - 45 min.

Weit im Nordosten Deutschlands, hinterließen die Gletscher der letzten Eiszeit und ihre Schmelzwasser eine Bergwelt im Miniaturformat mit unzähligen Seen, dichten Wäldern, Wiesen und Weiden, Mooren und Sümpfen. Der Mensch schuf hier eine besonders abwechslungsreiche Kulturlandschaft.

Von Feldsteinmauern umgrenzte Äcker und Wiesen, Hecken und kleine Wasserlunken mitten auf dem Feld - die sogenannten Sölle sind voller Leben. Die Uckermark verdankt ihrem Namen den Ukranen die im 7. Jahrhundert aus den Sümpfen des Prybiat an den Fluss kamen und ihm ihren Namen gaben: Ucker. Mark ist die Bezeichnung für Grenzgebiet. Uckermark ist demnach Grenzland. Es ist das Mischgebiet zwischen der waldreichen Schorfheide und den großen Ackerschlägen in Vorpommern.

Beide Lebensräume treffen hier aufeinander vermischen sich und schaffen ein Mosaik unterschiedlichster Lebensräume mit einer unglaublichen Artenvielfalt.Adler brüten in der Waldmark, Fischotter jagen in klaren Flüssen nach Forellen und Neunaugen, Biber stauen Bäche zu Seen. Dachse, Marderhund, Hasen und Füchse leben gemeinsam mit Hirschen und Rehen in der Feldmark. Im Nordosten Brandenburgs, 80 km von Berlin entfernt und in direkter Nachbarschaft zu Mecklenburg-Vorpommern und Polen, ist sie mit gut 3.000 km2 der größte Landkreis Deutschlands. Beste Voraussetzungen für die Natur, denn 60% der Region stehen unter Schutz: Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin im Süden, im Nationalpark Unteres Odertal im Osten und im Naturpark Uckermärkische Seen im Nordwesten.