Das Havelland - Naturoase im Herzen Brandenburgs

Expeditionen ins Tierreich - NDR/Studio Hamburg - 2008

Viele kennen das Havelland nur als den Obstgarten vor den Toren Berlins. Doch es bietet mehr als die kurze Frühjahrspracht aus weißen und rosa Blüten. Der Film erzählt von der anderen Seite dieser Landschaft: vom Paradies für Zugvögel im größten Binnenfeuchtgebiet Mitteleuropas, vom Flug der 50.000 Kraniche in die Luchgebiete an Havel und Rhin, die in der Abenddämmerung, wenn sie in großen Verbänden laut rufend zu ihren Schlafplätzen fliegen, ein unvergleichliches Naturschauspiel bieten - um später dem Rothirsch die Bühne frei zu geben, der samt Gefolge auf die nebligen Wiesen tritt, von wogenden Grasmeeren und bunten Stromtalwiesen in denen Großtrappe und Kampfläufer leben und der Fuchs jagt, von dunklen Moorkolken und Ringelnattern, vom Storchendorf Linum und den aufgelassenen Torfstichen des Linumer Bruchs, vom stillen Erlenbruchwald der Pritzerber Laake, in den sich der Fischadler nach erfolgreicher Jagd zurückzieht; vom Niedergang der Havelfischerei und der Hoffnung, die nicht nur Fischer Schröder mit der Renaturierung der Unteren Havel verbindet, von Bauern, denen im ehemaligen Sumpfgebiet das Wasser ausgeht und natürlich von der Havel. Dem Fluß, der diese Landschaft formte und immer noch prägt.