The Green Eyes of Western Pomerania

NDR/Studio Hamburg DocLights - 2012

Vorpommerns grüne Auen

Sonnenstrahlen durchschneiden den Morgennebel über den Fluss. Diamantengleich funkeln die letzten Tautropfen des Frühlingsmorgens an den Blüten der Orchideen. Aus der Ferne durchschneidet ein Schrei die Stille. Nur einen Flügelschlag entfernt umschließt der alte Bauernwald die bunte Flußtalwiese. Hier sein Horst, dort sein Jagdrevier, seine Beute Eidechsen, Schlangen, Frösche, sein Name: Schreiadler oder auch Pommernadler. Er ist in vielerlei Hinsicht so anders als seine Verwandten. Anspruchsvoll - Feuchtwiesen voller Leben und dichter alter Brutwald in absoluter Alleinlage; extraordinäre Jagdmethode - zu Fuß setzt er seiner Beute nach; er ist der seltenste und der kleinste Adler Deutschlands. In Vorpommern leben die meisten Schreiadler Deutschlands.

Nur einen Flügelschlag entfernt zwischen dichten Mischwälder mit alten Buchen und Eichen "Das Tal der Hirsche". Im Wildtierland der Deutschen Wildtierstiftung leben auf 1.000 Hektar in einer einzig-artigen, vielfältigen Landschaft in den Brohmer Bergen zahlreiche Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Zäune und Gehege gibt es nicht. Die Tiere leben völlig frei und folgen ihrem natürlichen Rhythmus.

Mehr als 50 Flüsse und Bäche finden ihren Weg durch Flußtalmoore in die Ostsee. In den Bodden mischen sich ihre Wasser mit dem Salzwasser der Ostsee. Ein weltweit einzigartiger Lebensraum. In dem wenige Meter tiefen Wasser wiegen sich Felder von Seegras. Hier trifft Hecht auf Hering, trifft Fischotter auf Robbe.