Die Schorfheide - Adler und Wölfe in Brandenburg

Expeditionen ins Tierreich - NDR/ Studio Hamburg - 2001

Die Schorfheide

Lange hatte das Wald- und Seengebiet "Schorfheide", nur wenige Dutzend Kilometer nordöstlich von Berlin gelegen, einen Ruf wie Donnerhall: Hier ließen sich Potentaten und Tyrannen, Regierende und selbsternannte Arbeiterführer kapitales Wild vor die Flinte treiben. Nach Kaiser Wilhelm II. und Hermann Göring war es Honecker, der hier für viel Geld Böcke - und andere Hornträger - schoss. Buchstäblich in den letzten Minuten des DDR-Regiments wurde die Region unter Schutz gestellt.

Fisch- und Seeadler heften ihre markanten Silhouetten in den Himmel, Schwarzstörche fühlen sich zu Hause in den feuchten Mischwäldern und im dichten Unterholz ziehen Marderhunde erfolgreich ihre Jungen auf. Dem Filmteam gelangen hinreißende Studien dieser urtümlichen Wildhunde, die wegen ihrer Räubermaske leicht für Waschbären gehalten werden. Ein Höhepunkt des Films: Die Rohrdommeln, deren akustisches Geheimnis Kamera und Richtmikrofon erstmalig lüften. Und manchmal klingt es gar nach Heulen, wenn die Wölfe zuweilen flüchtige Spuren in den weiten Wäldern hinterlassen.